Nur der Pole bringt die Kohle
2004 ist die Grenze zwischen Polen und Deutschland gefallen. Am Anfang war es die Angst der Polen die Deutschen würden in ihr Land kommen und mit Geld nach Land und Besitz greifen. Doch 10 Jahre später scheint alles ganz anders.
In den fast ausgestorbenen Dörfern der ostdeutschen Provinz im deutsch-polnischen Grenzgebiet ist eine völlig neue Bewegung im Gange, die alle bisher da gewesenen Stereotypen des deutsch-polnischen Verhältnisses auf den Kopf stellt.
Die Polen erobern die einsamen Weiten in ihrem Westen. Das einzig erreichbare Mobilfunknetz ist das polnische, die Maklerbüros sind fest in polnischer Hand, ein Verein hilft mit deutschen Behörden und die örtliche Wohnungsbaugesellschaft wirbt mit deutschem Kindergeld. Die neu hinzuziehenden lernen Deutsch und schicken ihre Kinder auf die Europaschule.
Die deutschen Bewohner mussten zusehen, wie die Jungen in den letzten Jahren in den „Westen“ abwanderten und sind viel schneller in der nächsten polnischen Großstadt als in Greifswald, Berlin oder Neubrandenburg. Sie sind dabei, sich einzurichten mit ihren neuen Nachbarn.
Der Film ist eine skurrile Milieustudie über günstiges Land, typische Polen, typische Deutsche, über das fremde und das neue Europa.
Sendetermine
- 01.05.2019, 05:35 Uhr - Tagesschau24
Crew
Regie Markus Stein
Buch Anna-Maria Hora
Mitarbeit Marcel Ahrenholz
Kamera Bernadette Paassen Miriam Tröscher Rasmus Sievers Manni van Andern
Ton Andreas Kannengiesser Gianpiero Tari Aka F. Umme
Tonmischung Urs Hauck
Schnitt André Nier Markus Stein
Musik Eike Hosenfeld Moritz Denis Tim Stanzel
Produktion
Produktionsleitung Volker Ullrich Marco Voss Frank Seidel (MDR)
Produzent Olaf Jacobs
Redaktion Silke Heinz